Jemen

Ein langer Weg für sauberes Wasser

In Jemens ländlichen Gebieten müssen die meisten Menschen auf der Suche nach sauberem Trinkwasser oft stundenlang unter schwierigsten Bedingungen und auf ungepflasterten Wüstenstraßen marschieren. Selbst wenn sie das Glück haben, einen Brunnen zu finden, ist dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Schmutz oder Schlamm kontaminiert. Das Trinken von Wasser aus solch verschmutzten Quellen führt oft zu Krankheit und Durchfall. Vor allem Kinder sind immer wieder betroffen.

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So hilft das International Rescue Committee den Menschen im Jemen

Bereits seit 2012 unterstützt das International Rescue Committee (IRC) Dörfer im Süden des Jemen durch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Nothilfe. Angesichts der eskalierenden Gewalt musste IRC seine Hilfsprogramme im Mai 2015 einstellen, nahm seine lebensrettenden Maßnahmen aber bereits einen Monat später wieder auf. Die Arbeit von IRC im Jemen umfasst neben der Bereitstellung von Trinkwasser auch medizinische Versorgung, Sanitärversorgung und Hygiene sowie Ernährung. Dies beinhaltet außerdem die Bereitstellung von lebensrettenden medizinischen Gütern, Nahrung für unterernährte Kinder sowie schwangere und stillende Frauen. Weiterhin arbeitet das IRC an der Wiederherstellung von Brunnen und beschafft andere Wasserquellen wie etwa Tanklaster für Gemeinden ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Letztes Jahr begann das IRC mit dem Einsatz mobiler Kliniken und führte lebensnotwendige Antibiotikaprogramme durch. Alleine in 2015 konnte IRC insgesamt 813.131 Menschen mit allgemeiner Gesundheitsversorgung erreichen, 51.356 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen, und 2.049 Kinder unter 5 Jahren und mit akuter Unterernährung behandeln.

 

  • Mohammed lebt mit seiner seiner Familie in einem Dorf in der Provinz Abyan Provinz im Jemen. Auf der Suche nach sauberem Trinkwasser sind die Menschen hier oft stundenlang unterwegs.

    Foto: Sahar Nuraddin/ IRC

  • Das International Rescue Comittee hat Freiwillige aus der Gemeinde geschult, um das Bewusstsein für sichere Hygienepraktiken zu schärfen.

    Foto: Sahar Nuraddin/ IRC

Hintergründe zur vergessenen humanitären Krise im Jemen

Der Jemen liegt auf der Arabischen Halbinsel und zählt aufgrund von Gewalt, Armut und Unterernährung zu den schlimmsten humanitären Krisen der Welt. Dabei jährt sich der bewaffnete Konflikt im Jemen im März 2017 bereits zum zweiten Mal. Schon jetzt hat er zu tausenden Toten und Millionen von Flüchtlingen geführt. Nach UN-Angaben benötigen fast 19 Millionen Menschen humanitäre Hilfe und der Spendenaufruf für 2016 blieb fast zur Hälfte unfinanziert. Millionen sind vom Hunger bedroht und heilbare Krankheiten setzen besonders Kinder, chronisch Kranke, Alte und Behinderte, schwangere und stillende Frauen dem Risiko von Hungertod und Erkrankung aus.

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Fünf Fakten, die Du über den Jemen wissen solltest

Wusstest Du, dass es im Jemen mitten in der Wüste Wolkenkratzer gibt? Die Hochhausschluchten der Wüstenstadt Shibam werden auch als das „Manhattan der Wüste“ bezeichnet. Aber wusstest Du auch, dass …

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