Kolumbien

Leben in Angst

Luis Sinistera lebt mit seiner Familie und seinen vier Kindern in einer kleinen Gemeinde am Kanal. „Wir leben vom Fischfang und von Kokosnüssen, aus denen wir Öl machen. Eigentlich bewirtschaften wir auch einige Felder ein Stück weiter oben, aber der Weg dorthin ist gefährlich. Schon zwei Mal mussten wir unser Dorf verlassen, weil sich bewaffnete Gruppen direkt vor unserer Haustür Gefechte lieferten. Eigentlich sind wir hier 15 Familien mit 20 Kindern. Aber nach unserer letzten Vertreibung sind nicht alle wieder mit zurückgekommen. Der Konflikt macht die Dorfgemeinschaft kaputt. Ich hoffe, dass der Frieden irgendwann tatsächlich auch hier ankommt. Meine Kinder sollen zur Schule gehen und eine Ausbildung machen können. Mein größter Wunsch ist, dass es ihnen einmal besser gehen wird als uns heute.“

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So hilft Caritas International den vergessenen Menschen in Kolumbien

Caritas International unterstützt Gemeinden in verschiedenen Konfliktregionen im Norden und im Südwesten Kolumbiens. Da die Caritas als christliche Hilfsorganisation von den Konfliktparteien als politisch neutral wahrgenommen wird, ist sie oft die einzige Organisation, die in diesem schwierigen Umfeld aktiv sein kann. Gemeinsam mit den Gemeinden entwickeln die Caritas-Mitarbeiter Selbstschutzpläne für die Menschen vor Ort. Außerdem bieten sie den Leidtragenden des Konflikts verschiedene Hilfsangebote: Unter anderem ermöglichen sie Vertriebenen das Anlegen von Gemüsegärten, betreuen Landminenopfer und unterstützen Menschen bei der Rückkehr in ihre Heimatgebiete.

  • Luis Sinistera ist 32 Jahre alt und hat vier Kinder. Er hofft, dass es seinen Kindern einmal besser gehen wird.

Hintergründe zur vergessenen humanitären Krise in Kolumbien

Der bewaffnete Konflikt in Kolumbien währt, in seiner modernen Form, bereits seit 1964. Er wird ausgetragen zwischen den Kräften der Regierung (Militär und Polizei), Paramilitärs und den kommunistischen Rebellen der FARC. Hinzu kommt, dass sowohl Paramilitärs als auch die FARC immer wieder Bündnisse mit Drogenkartellen eingehen, um sich zu finanzieren. Ursache des Konfliktes ist letztlich die enorme soziale Ungleichheit im Land, wie auch Korruption und die Ineffizienz staatlicher Strukturen. Im September 2016 schlossen FARC und kolumbianische Regierung, nach langen Verhandlungen, einen Friedensvertrag. Ob dieser zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensumstände der kolumbianischen Bevölkerung führt, bleibt abzuwarten.

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Fünf Fakten, die du über Kolumbien wissen solltest

Fünf Fakten, die du über Kolumbien kennen solltest – Bei Kolumbien denken viele zuerst an Koks und Pablo Escobar, an Shakira und palmengesäumte Strände. Aber wusstest du schon, dass…

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