DR Kongo

Gestrandet auf dem Weg nach Uganda

In einer Kirche in der Demokratischen Republik Kongo hat die 30-jährige Viola Roba ein Bett gefunden. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern ist sie vor zwei Wochen aus dem Südsudan geflohen, um sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Ihr Mann hat es nicht mehr geschafft. Nur mit ihren beiden kleinen Kindern ist Viola in die DR Kongo gekommen, ohne Familie, ohne Freunde. Eigentlich würde sie gerne weiter nach Uganda, denn im Kongo sieht sie für sich und ihre beiden Kinder keine Zukunft. Die Menschen hier haben selber nur das, was sie zum Leben brauchen. Organisierte Flüchtlingscamps gibt es in Azu auch nicht. Aber ohne Geld weiß sie nicht, wie sie die knapp 100 km bis Uganda schaffen soll.

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So hilft Malteser International den Menschen in der DR Kongo

Malteser International ist bereits seit 1996 in den östlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo tätig und hat seitdem zahlreiche Projekte in den Bereichen Gesundheit, Wasser-/Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) sowie Ernährungssicherung umgesetzt.

Die regionalen Schwerpunkte unserer Hilfe liegen mittlerweile in den Provinzen Ituri, Haut Uélé und Bas Uélé, in denen sich Malteser International als verlässlicher und kompetenter Partner der lokalen Gesundheitszentren und Krankenhäuser bewährt hat. Auf der Grundlage der langjährigen Erfahrungen im Land arbeiten wir daran, das Gesundheitssystem qualitativ weiter zu verbessern und auf allen Ebenen funktioneller zu gestalten. Ziel ist es, der Bevölkerung einen hochwertigen Zugang zur Basisgesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Darüber hinaus arbeiten wir in Gemeinden und Dörfern an einem ausgebauten Zugang zu Trinkwasser, einer sicheren Abwasser- und Abfallentsorgung und vermitteln verbesserte Hygienepraktiken. Auch an Schulen und Gesundheitszentren werden die Bedingungen im Wasser-, Sanitär- und Hygienebereich optimiert.

Im Rahmen von Flüchtlingsaufkommen aus den Nachbarländern setzen wir uns sowohl für die Flüchtlinge als auch für zurückgekehrte Kongolesen für eine Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienebedingungen ein und sichern eine kostenlose medizinische Behandlung. Um Spannungen unter den Flüchtlingen und der aufnehmenden Bevölkerung zu vermeiden, achten wir dabei stets besonders darauf, dass beide Gruppen von den Maßnahmen profitieren.

 

 

  • Gemeinsam mit ihren beiden Kindern ist die 30-jährige Viola Roba aus dem Südsudan in den Kongo geflohen, um sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Ihr Mann hat es nicht mehr geschafft
    Foto: Nyokabi Kahura/Malteser International

  • Malteser International arbeiten daran, das Gesundheitssystem im Kongo qualitativ weiter zu verbessern.
    Foto: Nyokabi Kahura/Malteser International

  • Darüber hinaus arbeiten Malteser International in Gemeinden und Dörfern an einem ausgebauten Zugang zu Trinkwasser, einer sicheren Abwasser- und Abfallentsorgung und vermitteln verbesserte Hygienepraktiken.
    Foto: Nyokabi Kahura/Malteser International

  • Im Rahmen von Flüchtlingsaufkommen aus den Nachbarländern setzt sich Malteser International sowohl für die Flüchtlinge als auch für zurückgekehrte Kongolesen für eine Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienebedingungen ein und sichern eine kostenlose medizinische Behandlung.
    Foto: Nyokabi Kahura/Malteser International

Hintergründe zur vergessenen humanitären Krise in der DR Kongo

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist ein reiches und zugleich armes Land. An Fläche ist die DR Kongo der zweitgrößte Staat Afrikas. Rund 80 Millionen Menschen leben hier. Obwohl es in dem Land viele Rohstoffe wie Gold, Zinn und Coltan gibt, zählt es bedingt durch jahrzehntelange Kriege, Ausbeutung und Korruption heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index der Vereinten Nationen nimmt die DR Kongo im Jahr 2015 Platz 176 von 188 ein. Vor allem entlegenere Provinzen im Osten des Landes haben mit großen infrastrukturellen Problemen zu kämpfen. Die Situation der Bevölkerung ist unter anderem durch eine niedrige Lebenserwartung, hohe Kindersterblichkeit und chronische Unterernährung gezeichnet. Die medizinische Versorgung ist in weiten Teilen des Landes mangelhaft oder aufgrund von Geldmangel für viele Menschen nicht erschwinglich.

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