Überlebenskampf in trockenen Zeiten

  • Äthiopien kämpft mit einer der schwersten Dürre seit Jahrzehnten, die durch das Wetterphänomen El Niño ausgelöst wurde. Die ausgebliebenen Niederschläge führten vor allem im Norden zu einer gefährlichen Wasser-, Futter- und Nahrungsmittelknappheit.

    Foto: Tierärzte ohne Grenzen/Heine

Habib Ahmed Mohammed ist Hirte und lebt zusammen mit seiner Familie in der nördlichen Afar-Region in Äthiopien. Diese Halbwüste gilt als eines der heißtesten dauerhaft bewohnten Gebiete weltweit. Täglich kümmert er sich um seine Ziegen, die mit ihrer Milch seine Familie versorgen. „Als Hirte setzt mir die Dürre besonders zu. Durch den Wassermangel ist die Herde geschwächt, die Tiere werden schneller krank und haben kaum frisches Weideland.“ Es hat in den letzten Jahren hier so gut wie nicht geregnet. „Viele Probleme mit denen wir kämpfen, hängen mit der extremen Trockenheit zusammen.“ Habib Mohammed hat bisher 24 seiner Tiere durch die Dürre verloren – einen großen Teil seiner Herde.

Die Hilfsorganisation Tierärzte ohne Grenzen e.V. hatte ihm mit zehn milchgebenden Ziegen geholfen, wieder eine Herde aufzubauen. Aber allein das Aufstocken der Herden mit neuen Tieren reicht nicht aus, um die Folgen des Klimawandels auszugleichen. Deshalb hat die Organisation ein Hilfsprogramm aufgestellt, um das Weideland zu rekultivieren. Ziel ist es, die Futterversorgung der Tiere sicherzustellen und damit das Überleben und die Ernährungssicherung der nomadisch lebenden Hirten.

Es werden Gräben gezogen und Terrassen angelegt, alles mit dem Ziel das vorhandenen Wasser effizient zu nutzen und die Böden zu schützen. Für die Familie des achtfachen Vaters Habib Mohammed sind es schwere Zeiten. Doch das Hilfsprogramm von Tierärzte ohne Grenzen e.V. gibt ihnen Hoffnung.