Fünf Fakten, die Du über den Jemen wissen solltest

Die bis zu 30 Meter hohen Lehmhäuser der Wüstenstadt Shibam im Jemen gehören zu den ersten Hochhäusern weltweit. Der Staudamm von Marib, der um 500 vor Christus gebaut wurde, gilt als das größte technische Bauwerk der Antike. Die Römer nannten den Jemen „Arabia felix“, das glückliche Arabien. Lange profitierte der Jemen vom Handel zwischen Ostafrika und Asien entlang der Seidenstraße. Waren, wie Edelsteine, Gewürze, Weihrauch und Myrrhe kamen über den Jemen in den Westen.

Daneben solltest Du aber auch diese 5 Fakten über den Jemen wissen:

  • Heute gehört Jemen zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Staat steht kurz vor dem Kollaps.
  • Seit 2015 herrscht im Jemen Krieg. Er wird ausgefochten zwischen den schiitischen Huthi-Milizen und Truppen der gewählten und international anerkannten Regierung um Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Dieser wird vom sunnitischen Nachbarland Saudi-Arabien auch militärisch unterstützt.
  • Die Bevölkerung leidet darunter: Zwei von drei Jemeniten haben keine geregelte Nahrungsmittelversorgung, das sind 17 Millionen Menschen.
  • 8,4 Millionen Jemeniten leiden akut an Hunger, davon sind besonders Kinder betroffen.
  • Weil die Eltern so arm sind, lassen viele es zu, dass ihre Söhne als Soldaten rekrutiert und ihre Töchter sehr jung verheiratet werden.

Im Jemen und anderen humanitären Krisen sind Millionen Menschen vergessen. Es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Das wollen wir ändern! Unser Ziel: Wir sammeln 100.000 Stimmen und übergeben sie im Sommer 2018 an UN-Generalsekretär António Guterres – verbunden mit der Bitte, sich stärker für vergessene humanitäre Krisen einzusetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines UN-Tages der vergessenen Krisen.

Hilf uns und setze ein Zeichen gegen das Vergessen von Menschen!