Fünf Fakten, die du über die Demokratische Republik Kongo wissen solltest

Der US-amerikanische Spielfilm „Gorillas im Nebel“ von 1988 über die Verhaltensforscherin Dian Fossey prägt noch heute unser Bild von der Demokratischen Republik Kongo. Das frühere Zaire wurde im 19. Jahrhundert zum Privatbesitz von König Leopold II. von Belgien erklärt. Die belgischen Kolonialherren gingen als besonders grausam in die Geschichte ein. Joseph Conrad hatte, als er die Erzählung „Herz der Finsternis“ schrieb, den Kongo vor Augen. Diese Erzählung war die Vorlage für den Film „Apocalypse now“, der allerdings in Vietnam spielt. Im Kongo fand der „größte Boxkampf aller Zeiten“ zwischen Muhammed Ali und George Foreman statt. Er wurde als „rumble in the jungle“ zur Legende.

Daneben solltest du aber auch diese 5 Fakten über die Demokratische Republik Kongo kennen:

  • Seit der Unabhängigkeit 1960 kommt es in der Demokratischen Republik Kongo immer wieder zu Unruhen, kriegerischen Auseinandersetzungen und Kämpfen zwischen Rebellen- und Regierungstruppen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht.
  • Besonders die Zivilbevölkerung leidet: Vergewaltigungen werden bewusst eingesetzt, um Familien zu zerstören. Kinder werden entführt und zu Kindersoldaten gemacht.
  • Die DR Kongo zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Ein wichtiges Exportgut ist Koltan. Mehr als 20 Prozent des Erzes, welches für die Produktion von Mobiltelefonen benötigt wird, stammen aus dem Kongo. Für die Bundesrepublik Deutschland ist die DR Kongo einer der zehn wichtigsten Rohstofflieferanten.
  • Fast 19.000 Blauhelmsoldaten sollen in der Demokratischen Republik Kongo für Sicherheit sorgen. Der 1999 ins Leben gerufene UN-Einsatz ist die am längsten andauernde und teuerste Friedensmission der Vereinten Nationen.
  • Die ersten demokratischen Wahlen liegen zehn Jahre zurück. Der Wahltermin 2016 wurde mit der Begründung verschoben, das Wählerverzeichnis müsse erst überarbeitet werden. Das brauche Zeit. Vorgeschobene Argumente, meint die Menschenrechtsbeauftragte Bärbel Kofler.

In der Demokratischen Republik Kongo und anderen humanitären Krisen sind Millionen Menschen vergessen. Es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Das wollen wir ändern! Unser Ziel: Wir sammeln 100.000 Stimmen und übergeben sie im Sommer 2018 an UN-Generalsekretär António Guterres – verbunden mit der Bitte, sich stärker für vergessene humanitäre Krisen einzusetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines UN-Tages der vergessenen Krisen.

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