Fünf Fakten, die du über Myanmar wissen solltest

Myanmar  (früher Burma) wird auch als das Land der 1000 Pagoden bezeichnet. Das ist eine Untertreibung, gibt es schon allein in der alten Königsstadt Bagan mehr als 2000 Tempelanlagen. Frauen und Kinder sieht man oft mit einer weiß-gelben Gesichtsmaske herumlaufen. Die Paste wird aus Thanaka-Holz gewonnen und dient als Schmuck und Kosmetik. Ein beliebter Volkssport im Myanmar heißt Chinlone. Fünf bis sechs Spieler kicken bei diesem Spiel einen Rattanball und versuchen ihn so lang wie möglich in der Luft zu halten. In der Region Shan wird Wein angebaut, zum Beispiel Pinot Grigio. Neben von Palmen gesäumten Stränden und mystischen Tempeln, solltest du aber auch diese 5 Fakten über Myanmar kennen.

  • Rund ein halbes Jahrhundert lang wurde Myanmar vom Militär beherrscht. Erst im November 2015 – nach 50 Jahren – wurde wieder eine Regierung gewählt.
  • Trotz des überwältigenden Wahlsiegs von Aung San Suu Ky und der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) ist die Handlungsfähigkeit der Regierung eingeschränkt: Sie hat keine Handhabe über die Armee, die seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft die ethnischen Minderheiten unterdrückt.
  • In Myanmar leben mehr als 135 verschiedene Ethnien. Seit Jahrzehnten kommt es immer wieder zu Gewalt gegen sie. Tausende Menschen leben als Binnenvertriebene ohne Bürgerrechte im eigenen Land.
  • In Myanmar leben rund eine Millionen moslemische Rohingya. Sie werden nicht als Staatsbürger von Myanmar anerkannt. Rund 140.000 von ihnen leben zusammengepfercht in Lagern. Seit August 2017 sind mehr als 700.000 Rohingya nach Bangladesch geflohen. Als Flüchtlinge sind sie weiterhin vielen Gefahren ausgesetzt, wie zum Beispiel die Ausbeutung durch Menschenhändler.
  • Auch der Norden von Myanmar ist von Bürgerkrieg betroffen. Die „Kachin Independent Army“ und die „Shan State Army“ kämpfen um mehr Autonomie in der Region. Darunter leidet vor allem die Zivilbevölkerung: Rund 120.000 Menschen wurden bislang von Gefechten im Kachin und Shan Staat aus ihren Dörfern vertrieben.

In Myanmar und anderen humanitären Krisen sind Millionen Menschen vergessen. Es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Das wollen wir ändern! Unser Ziel: Wir sammeln 100.000 Stimmen und übergeben sie im Sommer 2018 an UN-Generalsekretär António Guterres – verbunden mit der Bitte, sich stärker für vergessene humanitäre Krisen einzusetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines UN-Tages der vergessenen Krisen.

Hilf uns und setze ein Zeichen gegen das Vergessen von Menschen!