Fünf Fakten, die du über Pakistan wissen solltest

In Pakistan im „Land der Reinen“ stehen die 8000er Gipfel des K2 und des Nanga-Parbat. Auf dem Nanga Parbat verlor Reinhold Messner seinen Bruder. Der Indus, der wichtigste Strom Pakistans, ist namensgebend für die sogenannte Induskultur, die eine der frühesten städtischen Zivilisationen hervorgebracht hat. Bereits um 2000 vor Christus bauten die Menschen in dieser Region Straßen und brannten die ersten Ziegelsteine. Wieder entdeckt wurde die Induskultur erst in den 1920er Jahren. Sogar Alexander der Große kam bis nach Pakistan. Heute wagen sich kaum mehr Besucher ins Land: 2015 besuchten gerade mal 5634 Touristen Pakistan.

5 Fakten die du über Pakistan wissen solltest:

  • In Pakistan bestehen seit Jahrzehnten Konflikte zwischen ethnischen und religiösen Gruppen. Vor allem im Norden, in der Grenzregion Kaschmir, kommt es immer wieder zu Anschlägen, unter denen die ohnehin arme Zivilbevölkerung leidet.
  • Lediglich 60 Prozent der Bevölkerung Pakistans können lesen und schreiben. Besonders Mädchen und Frauen sind benachteiligt: Nur 46 Prozent der weiblichen Bevölkerung sind alphabetisiert.
  • Immer noch werden in Pakistan vor allem Frauen getötet, wenn sie einen anderen Mann heiraten, als den von der Familie ausgesuchten. 2015 fielen 1096 Frauen und 88 Männer in Pakistan sogenannten Ehrenmorden zum Opfer, wie die unabhängige Menschenrechtskommission des Landes dokumentiert hat.
  • Regelmäßig kommt es in Pakistan zu Naturkatastrophen: Fluten, tropische Stürme, Erdrutsche und Lawinen, extreme Temperaturen, Epidemien, Dürren und immer wieder Erdbeben. Erst im Februar dieses Jahres erschütterte eines der Stärke 6,3 das Land.
  • Pakistan ist ein armes Land. Trotzdem ist es, nach der Türkei, das Land mit den meisten Flüchtlingen. Allein aus Afghanistan wurden seit den 80er Jahren mehrere Millionen Menschen aufgenommen.

In Pakistan und anderen humanitären Krisen sind Millionen Menschen vergessen. Es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Das wollen wir ändern! Unser Ziel: Wir sammeln 100.000 Stimmen und übergeben sie im Sommer 2018 an UN-Generalsekretär António Guterres – verbunden mit der Bitte, sich stärker für vergessene humanitäre Krisen einzusetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines UN-Tages der vergessenen Krisen.

Hilf uns und setze ein Zeichen gegen das Vergessen von Menschen!