Fünf Fakten, die du über Südsudan wissen solltest

Der Sudan wird bereits in der Bibel erwähnt, als das Reich von Kusch. Seine Könige waren mächtig. Um ca. 700 vor unserer Zeitrechnung stellten sie sogar als 25. Dynastie der Pharaonen. Sie ließen viele Tempel und Pyramiden errichten. Noch heute gibt es im Sudan mehr Pyramiden als in Ägypten. Bevor sich der Südsudan im Juli 2011 vom restlichen Sudan abspaltete, war das Land der größte Flächenstaat Afrikas. Damit ist der Südsudan der jüngste Staat der Welt.  Daneben solltest du aber auch diese 5 Fakten über Südsudan kennen.

  • Seit 2013 tobt in Südsudan ein Bürgerkrieg. Dabei kämpfen die Anhänger von Präsident Salva Kiir – zugehörig zum Stamm der Dinka – und die Milizen seines ehemaligen Vize-Präsidenten Riek Machar – Angehöriger des Stamms der Nuer – gegeneinander. Die Zivilbevölkerung leidet darunter. Sie wird von den Soldaten beider Parteien vertrieben, verstümmelt und getötet. Frauen und zunehmend auch Männer werden vergewaltigt.
  • Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind 1,9 Millionen sogenannte Binnenflüchtlinge vor der Gewalt in andere Landesteile Südsudans geflohen. 1,6 Millionen Menschen haben ihr Heil in anderen Ländern gesucht, vor allem in Uganda und Kenia. Insgesamt zählt Südsudan 12 Millionen Einwohner.
  • Südsudan besitzt viel fruchtbares Land, bewässert durch den Nil. Doch wegen der alltäglichen Gewalt können die Menschen ihre Felder nicht bestellen. Sie sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. 5,5 Millionen Menschen sind ohne Hilfe vom Tod bedroht, warnen die Vereinten Nationen.
  • Es fehlt an grundlegenden staatlichen Infrastrukturen: Ein großer Teil der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser oder angemessenen Sanitäreinrichtungen. 92 von 1000 Kindern sterben vor ihrem 5. Lebensjahr. In Deutschland sind es 6 von 1000.
  • Südsudan könnte sehr wohlhabend sein. Das Land besitzt große Ölvorkommen, die potenziellen Einnahmen liegen bei sechs bis sieben Milliarden Dollar pro Jahr.

Im Südsudan und anderen humanitären Krisen sind Millionen Menschen vergessen. Es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Das wollen wir ändern! Unser Ziel: Wir sammeln 100.000 Stimmen und übergeben sie im Sommer 2018 an UN-Generalsekretär António Guterres – verbunden mit der Bitte, sich stärker für vergessene humanitäre Krisen einzusetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines UN-Tages der vergessenen Krisen.

Hilf uns und setze ein Zeichen gegen das Vergessen von Menschen!