Fünf Fakten, die du über den Tschad wissen solltest

Vor ca. 6000 Jahren war der Tschad eine blühende Landschaft. Der Tschadsee war damals vermutlich der größte Binnensee der Welt. Heute ist er vom Austrocknen bedroht. Seit 50 Jahren ist er um 90 Prozent geschrumpft und wird wahrscheinlich 2025 völlig verschwunden sein. Am Tschadsee wurde ein Schädel gefunden, der zu den ältesten weltweit gehört. Er ist 7 Millionen Jahre alt. Möglicherweise war das Lebewesen ein Bindeglied zwischen dem Menschen und dem Affen. Allerdings sind sich die Wissenschaftler nicht einig.

Daneben solltest du aber auch diese 5 Fakten über den Tschad kennen.

  • Schon 27 Jahre regiert Präsident Idriss Déby-Itno das Land autoritär und will seine Macht nicht abgeben. Zurzeit ist er auch Vorsitzender der Afrikanischen Union. Berichte über Menschenrechtsverletzungen und massive Korruptionsvorwürfe in seinem Land sind die Regel.
  • Der Tschad zählt zu den ärmsten Ländern weltweit. Im Human Development Index (2015) der Vereinten Nationen liegt das Land auf Platz 185 von 188 Ländern. Der Großteil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, dabei hat der Tschad Einnahmen aus dem Verkauf von Erdöl.
  • Im Tschad gibt es keine Bahnstrecke. Obwohl das Land rund 3,5 Mal so groß ist wie Deutschland, gibt es nur 1000 km befestigte Straßen. Die Wirtschaft leidet unter der mangelnden Infrastruktur.
  • Die Müttersterblichkeitsrate im Tschad ist nach der Südsudans, die zweithöchste weltweit. Eine von 50 Frauen stirbt bei der Geburt. Auf 100.000 Menschen kommen nur vier Ärzte.
  • Im Tschad leben zahlreiche Menschen aus dem Nachbarstaat Nigeria. Sie sind  auf der Flucht vor der Terrormiliz Boko Haram, die in Nigeria für einen islamischen Gottesstaat kämpft. Aufgrund der Konflikte auch in anderen benachbarten Ländern und Regionen wie Sudan (Darfur) und insbesondere der Zentralafrikanischen Republik beherbergt der Tschad derzeit rund 500.000 Geflüchtete.

Im Tschad und anderen humanitären Krisen sind Millionen Menschen vergessen. Es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Das wollen wir ändern! Unser Ziel: Wir sammeln 100.000 Stimmen und übergeben sie im Sommer 2018 an UN-Generalsekretär António Guterres – verbunden mit der Bitte, sich stärker für vergessene humanitäre Krisen einzusetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines UN-Tages der vergessenen Krisen.

Hilf uns und setze ein Zeichen gegen das Vergessen von Menschen!