• Das 18 Monate alte Mädchen leidet an akuter Mangelernährung.

    Foto: Save the Children

  • Nadhira (Name geändert) und ihre Mutter in der Klinik.

    Foto: Save the Children

  • Nadhira wird in einer Gesundheitseinrichtung von Save the Children versorgt und befindet sich auf dem Weg der Besserung.

    Foto: Save the Children

Nadhira kam mit 18 Monaten in die Gesundheitseinrichtung von Save the Children: Diagnose Mangelernährung. „Ich bin schrecklich besorgt: Meine Familie hat nicht genug zu essen und ich weiß nicht, wie ich Medikamente bekommen soll, wenn sie krank werden“, berichtet Shaika, Nadhiras Mutter. „Manchmal haben wir nur für ein oder zwei Mahlzeiten genug Geld. Als Nadhira krank wurde, haben wir unser Einkommen von drei Tagen gespart, damit sie behandelt werden konnte. Danach ging es ihr etwas besser, aber wir konnten uns die Medikamente nicht leisten und so ist sie wieder krank geworden.“ Shaika lebt mit ihrem Mann und sieben Kindern in Bani Garban. Die Gesundheitseinrichtung, in der Nadhira behandelt wurde, ist knapp zwei Stunden entfernt und der Weg dahin mit über 10 Euro pro Strecke zu teuer für die Familie. Als Nadhira zum ersten Mal von Save the Children behandelt wurde, wog sie nur 5,9 Kilo – es wurde akute Mangelernährung diagnostiziert.

„Es sieht so aus, als würden die jemenitischen Kinder bewusst ausgehungert und lebenswichtiger Medikamente und Impfstoffe beraubt. Jeden Tag erleben wir, dass verzweifelte Eltern ihre Kinder zur Behandlung bringen – ohne unsere Hilfe würden sie sterben. Das ist eine von Menschen verursachte Tragödie. Solange immer wieder Blockaden und Kämpfe stattfinden, werden Kinder leiden. Das wollen wir nicht mehr hinnehmen“, betont Tamer Kirolos, Länderdirektor von Save the Children im Jemen.

In der ersten Woche erhielt Nadhira Plumpy Nut, eine therapeutische Nahrung gegen Mangelernährung, dadurch befand sie sich auf dem Weg der Besserung. Bei ihrem zweiten Besuch in der Einrichtung ging es ihr aber wieder deutlich schlechter. Zu ihrer Unterernährung kam noch eine Atemwegserkrankung hinzu. „Als Nadhira wieder zu uns in die Klinik kam, ging es ihr deutlich schlechter. In den Armen ihrer Mutter war sie unruhig und hat geweint. Sie konnte kaum atmen oder ihre Augen öffnen – es wirkte, als würde sie an uns appellieren, ihr Leben zu retten“, beschreibt ein Save the Children-Gesundheitshelfer die bewegende Begegnung. Nadhira wird im Aljomhori Krankenhaus in Hajja behandelt und durch diese intensive Hilfe geht es ihr inzwischen besser.