Philippinen: So helfen die Johanniter den vergessenen Menschen

So helfen die Johanniter den Menschen auf den Philippinen

Mit verschiedenen Maßnahmen helfen die Johanniter den Menschen aus den Slums von Mindanao, sich besser vor den Auswirkungen von Naturkatastrophen zu schützen. Ausgewählte Gemeindemitglieder werden in Elektrizität und katastrophenangepasstem Bauen geschult, um die Häuser so zu bauen, dass sie dem nächsten Taifun Stand halten. Gegen die Gefahr, die im Viertel von offenen Feuerstellen ausgehen, schützen sogenannte „Liter Lights“ und Solarzellen. Zusätzlich bieten die Johanniter über ihre Partner Informationsveranstaltungen zu Katastrophenmanagement an. Hier lernen die Teilnehmer, wie sie sich im Katastrophenfall verhalten sollen.

Auch die unzureichenden hygienischen Verhältnisse schwächen die Menschen auf Mindanao. Oft fehlen Toiletten oder sie sind kostenpflichtig. Auch gibt es kein kostenfreies Wasser, weshalb die Menschen verunreinigtes Flusswasser trinken. Die Folge davon sind akute Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Lungenentzündung und Dengue-Fieber. Die fehlende öffentliche Müllentsorgung führt dazu, dass Müll die Kanäle blockiert und bei Regen zu Überschwemmungen führt. Die Johanniter wirken dem durch den Bau von Sanitäranlagen und verschiedene Aktivitäten zur Müllentsorgung entgegen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände für die Bewohner. So werden aktuell 360 Jugendliche über den Zeitraum von zwei Jahren dafür ausgebildet, eigene Risikoanalysen für ihr Viertel zu erstellen und Gefahren zu identifizieren. Im Anschluss klären sie die Bewohner ihrer Gemeinden über die Gefahren auf und überlegen gemeinsam, wie man sich vor diesen schützen oder die Gefahren beseitigen kann, um so langfristig eine Kultur der Katastrophenvorsorge aufzubauen. Insgesamt profitieren von dem Projekt rund 33.000 Menschen. Finanziert werden die Maßnahmen durch eine Förderung des Auswärtigen Amtes, der Aktion Deutschland Hilft sowie Spenden.