„Wir sind unglaublich glücklich, dass Aminou wieder gesund ist.”

  • Familie Aboubakar in dem Gesundheitszentrum von Tokombéré: Der zweijährige Aminou war schwer akut mangelernährt und litt an Durchfall. Er wurde wochenlang mit therapeutischer Fertignahrung behandelt. Heute ist er wieder ganz gesund.

    Foto: Aktion gegen den Hunger/Sebastien Pagani

Aminou Aboubakar[1] ist zwei Jahre alt. Er und seine Eltern stammen aus einem kleinen Dorf im Norden Kameruns. Dort ist die Landschaft karg, es gibt nur wenig Wasser und wenn, dann ist es verschmutzt. Wie viele andere Kinder wurde auch Aminou krank, er litt an Durchfall und starkem Fieber. Der kleine Junge wollte nicht mehr essen und verlor stark an Gewicht. Gleichzeitig war sein Körper aufgeschwemmt. Ödeme sind Wassereinlagerungen in den Gefäßen und ein deutlich sichtbares Zeichen für Mangelernährung. Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitszentrums waren alarmiert: Sie diagnostizierten bei Aminou schwere akute Mangelernährung.

Dies ist die gefährlichste Form der Unterernährung. Wenn sie nicht behandelt wird, kann sie schnell zum Tod führen. Dauert die Mangelernährung längere Zeit an, hat das dauerhafte Folgen: Kinder bleiben in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung zurück. Sie lernen schlechter und sind anfälliger für Krankheiten. Diese Folgen sind unumkehrbar. Daher ist es umso wichtiger, mit einer schnellen Behandlung zu beginnen. Aminou wurde in das Ernährungszentrum von Tokombéré überwiesen. Aktion gegen den Hunger hat dort die einheimischen Helferinnen und Helfer ausgebildet, damit sie Mangelernährung erkennen und behandeln können. Außerdem versorgen wir das Ernährungszentrum mit therapeutischer Aufbaunahrung (Ready To Use Therapeutic Food, kurz RUTF).

Zwei Wochen lang wurde Aminou stationär behandelt. Er bekam therapeutische Aufbaunahrung und Medikamente. Bald erholte sich der kleine Junge, er kam zu Kräften und begann wieder zu essen. Für seine Eltern war die Therapie ein voller Erfolg. Aminous Vater hatte damit zuerst gar nicht gerechnet: „Viele Menschen wurden früher bei ihrer Ankunft im Zentrum vertröstet. Es gab weder genug Medizin für alle Kranken noch war das Zentrum ausreichend ausgestattet. Dank Aktion gegen den Hunger hat sich das geändert, und wir können unsere Kinder jederzeit hierherbringen. Für Notfälle gibt es sogar einen Krankenwagen, mit dem man von Zuhause abgeholt wird.“

Inzwischen konnte Aminou mit seiner Familie nach Hause zurückkehren. Dort wird er regelmäßig von fachkundigen Helfern besucht und erhält auch weiter die therapeutische Aufbaunahrung. Die Familie fühlt sich gut betreut. „Während Aminou im Krankenhaus behandelt wurde, konnte ich die ganze Zeit bei ihm sein und auf ihn aufpassen. Ich bekam Essen und mein Sohn wurde kostenlos behandelt“, erzählt die Mutter des kleinen Jungen. „Wir wurden sogar mit dem Auto nach Hause gebracht. Ich werde meine Erfahrung mit anderen Müttern teilen um zu zeigen, wie wichtig es ist, seinen kranken Kindern eine Behandlung im Krankenhaus ermöglichen zu können.“

All das wäre in der Vergangenheit undenkbar gewesen. Die Familie hofft, dass die internationale Hilfe auch in Zukunft bestehen bleibt: „Wir sind unglaublich glücklich, dass Aminou wieder gesund ist. Vielen Dank an Aktion gegen den Hunger für alles, was sie für unsere Gemeinschaft getan haben.”

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[1] Name geändert