Kamerun

„Wir sind unglaublich glücklich, dass Aminou wieder gesund ist.”

Aminou Aboubakar ist zwei Jahre alt. Er und seine Eltern stammen aus einem kleinen Dorf im Norden Kameruns. Dort ist die Landschaft karg, es gibt nur wenig Wasser und wenn, dann ist es verschmutzt. Wie viele andere Kinder wurde auch Aminou krank, er litt an Durchfall und starkem Fieber. Der kleine Junge wollte nicht mehr essen und verlor stark an Gewicht. Gleichzeitig war sein Körper aufgeschwemmt. Ödeme sind Wassereinlagerungen in den Gefäßen und ein deutlich sichtbares Zeichen für Mangelernährung. Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitszentrums waren alarmiert: Sie diagnostizierten bei Aminou eine akute Mangelernährung.

weiterlesen...

So hilft Aktion gegen den Hunger in Kamerun:

Im Osten des Landes unterstützt Aktion gegen den Hunger vor allem Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik und die Gastgemeinden. Weil Neuankömmlinge und heimische Bevölkerung um Ressourcen konkurrieren, hat Aktion gegen den Hunger an der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik, im Bezirk Kadey, ein spezielles Nothilfeprogramm aufgelegt. Es soll die Spannungen reduzieren. Feuerholz ist hier knapp. Deshalb produzieren Geflüchtete ebenso wie die lokale Bewohnerinnen und Bewohner unter Anleitung Briketts zum Kochen. Auf längere Sicht will Aktion gegen den Hunger erreichen, dass die Bevölkerung sich selbst versorgen kann. In der Stadt Maroua im Norden des Landes arbeitet Aktion gegen den Hunger innerhalb des Gesundheitszentrums, um die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren im Bezirk Tokombéré zu senken. Da viele Krankheiten durch fehlende Hygiene verursacht werden, setzt sich Aktion gegen den Hunger für den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein. Außerdem haben wir ein Abwassermanagementsystem etabliert.

  • Der zweijährige Aminou war schwer akut mangelernährt und litt an Durchfall. Er wurde wochenlang mit therapeutischer Fertignahrung behandelt. Heute ist er wieder ganz gesund.

    Foto: Aktion gegen den Hunger/ Sebastien Pagani

Hintergründe zur vergessenen humanitären Krise in Kamerun

Insgesamt leben 40 Prozent der Bevölkerung in Kamerun unter der Armutsgrenze. Vor allem im Norden des Landes gibt es keinen gesicherten Zugang zu Nahrung, medizinischer Versorgung und sauberem Wasser. Laut den Vereinten Nationen sind in dem westafrikanischen Land aktuell 2,9 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon 1,5 Millionen Kinder. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen geht davon aus, dass in Kamerun mehr als 350.000 Flüchtlinge aus den Nachbarländern Zuflucht gesucht haben. Die meisten von ihnen – fast 260.000 – stammen aus der Zentralafrikanischen Republik. Über 90.000 registrierte Flüchtlinge kommen laut dem Cameroon Humanitarian Situation Report von April 2017 aus Nigeria. Weitere 30.000 wurden bislang nicht offiziell erfasst. Hinzu kommt eine steigende Zahl von Vertriebenen innerhalb des Landes.

weiterlesen...

Fünf Fakten, die du über Kamerun wissen solltest

Wusstest du, dass Kamerun die beste Fußballmannschaft Afrikas hat? Aber wusstest Du auch, dass …

weiterlesen...