Hintergründe zur vergessenen humanitären Krise in der DR Kongo

Reich und zugleich arm

DR Kongo
DR Kongo: Die Krise und das Vergessen

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist ein reiches und zugleich armes Land. An Fläche ist die DR Kongo der zweitgrößte Staat Afrikas. Rund 80 Millionen Menschen leben hier. Obwohl es in dem Land viele Rohstoffe wie Gold, Zinn und Coltan gibt, zählt es bedingt durch jahrzehntelange Kriege, Ausbeutung und Korruption heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index der Vereinten Nationen nimmt die DR Kongo im Jahr 2015 Platz 176 von 188 ein.

Vor allem entlegenere Provinzen im Osten des Landes haben mit großen infrastrukturellen Problemen zu kämpfen. Die Situation der Bevölkerung ist unter anderem durch eine niedrige Lebenserwartung, hohe Kindersterblichkeit und chronische Unterernährung gezeichnet. Die medizinische Versorgung ist in weiten Teilen des Landes mangelhaft oder aufgrund von Geldmangel für viele Menschen nicht erschwinglich.

Politische Instabilität in den Nachbarländern wie Burundi, der Zentralafrikanischen Republik und dem Südsudan führt zudem dazu, dass immer mehr Menschen über die Grenze kommen und Zuflucht in der DR Kongo suchen. Dazu kommen noch zahlreiche kongolesische Rückkehrer, die vor Jahren während der Unruhen in die Nachbarländer geflüchtet und jetzt wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt sind.