So hilft Tierärzte ohne Grenzen e.V. den vergessenen Menschen in Äthiopien

Tierärzte ohne Grenzen e.V. unterstützt mit unterschiedlichen Ansätzen Hirten und ihre Familien darin, diese schwierigen Zeiten zu überstehen. Dafür werden bewährte Praktiken eingesetzt: die Herdengesundheit wird durch tierärztliche Versorgungen stabilisiert und Zugang zu Wasser verbessert. Ziegen, Schafe, Rinder und Kamele werden entwurmt und gegen verschiedene Krankheiten geimpft,  zum Beispiel gegen das hochansteckende Virus der Pest der kleinen Wiederkäuer das in ganz Ostafrika zahlreiche Ziegen- und Schafherden ausgelöscht hat. Zusätzlich erhalten Familien Gutscheine, die sie gegen eine Tiergesundheitsversorgung einlösen können. Um den Zugang zu Wasser zu gewährleisten, wurden Zisternen und Wasserauffangbecken repariert und über zwei Kilometer Wasserleitungen installiert. Dazu wurden Wassertröge aufgebaut, Handpumpen erneuert und Wassertanks aufgestellt. Auch werden Wasserstellen für die Tiere instandgesetzt.

Oft werden die Zielgruppen auch über „Cash-for-Work“-Aktivitäten in die Projektumsetzung eingebunden und können so ihr Einkommen in Krisenzeiten sichern. Wenn keine anderen Maßnahmen mehr greifen, werden Tiere notgefüttert oder mit Wasser aus anderen Regionen versorgt. Haushalte werden mit Zusatzfutter für ihre Tiere ausgestattet und Kinder erhalten Milch und Milchprodukte, um ihre Ernährung zu verbessern. Wenn dennoch Verluste auftreten, unterstützt Tierärzte ohne Grenzen e.V. die Familien dabei, die Herden durch den Zukauf von Tieren wieder aufzubauen.