Anyer aus dem Südsudan

Hoffnung auf eine bessere Zukunft

Anyer Bulen Dit (46) stammt aus Bor, einem kleinen Ort rund 200 Kilometer nördlich der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Dort lebte sie zusammen mit ihrer Familie in einer bescheidenen Hütte. Dank ihrer Kühe konnten sie sich selbst versorgen. Als Ende 2013 der Bürgerkrieg ausbrach und die Kämpfe immer näher kamen, floh sie wie rund 3,5 Millionen andere Menschen im Südsudan aus ihrer Heimat. „Ich flüchtete im Januar, als die Kämpfe begannen, von Bor nach Mingkaman. Aufgrund der Kämpfe musste ich unser Hab und Gut, unsere Kühe – einfach alles zurücklassen und mit meinen Kindern und meinem Mann fliehen. Viele unserer Verwandten blieben zurück und wurden wohl getötet – wir wissen es nicht genau.“

Help unterstützt 120.000 Menschen in Mingkaman

Anyer fand Zuflucht in dem Flüchtlingslager Mingkaman. Die Menschen haben kaum Zugang zu sauberem Wasser und die Cholera fordert erste Opfer. In Mingkaman engagiert sich Help als einzige internationale Organisation für die Wasser- und Sanitärversorgung von 120.000 Menschen und damit auch um die Eindämmung der Cholera. Darüber hinaus kümmert sich Help um Aufklärung zu Hygiene und Krankheitsprävention.

„Hier in Mingkaman besuchten uns Mitarbeiter von Help, die uns über den richtigen Umgang mit Wasser und Hygiene informierten. In erster Linie haben sie uns viel über das richtige Händewaschen gelehrt, seine Bedeutung und was der beste Weg ist, um sich die Hände zu waschen und so alle Keime los zu werden. Wir wurden auch darüber aufgeklärt, warum es so wichtig ist Latrinen zu benutzen und wie man sicher Essen zubereitet, um es vor Fliegen und Schmutz zu schützen. Durch die verbesserten Hygienebedingungen, haben wir eine größere Chance, das Auftreten und die Ausbreitung der Cholera einzudämmen.“

Anyer hofft, dass der Konflikt bald zu einem Ende kommt und sie mit ihrer Familie in ihre Heimat zurückkehren kann.

„Sobald die Kämpfe aufhören, wollen wir zurück nach Bor. Hier leben wir in einer Hütte aus Plastikfolie. In Bor war das Leben besser, da wir in der Nähe der Stadt wohnten. Dank unserer Kühe konnten wir uns selbst versorgen. Wir hoffen auf eine bessere Zukunft.“

  • Anyer Bulen Dit hofft, dass der Konflikt bald zu einem Ende kommt und sie mit ihrer Familie in ihre Heimat zurückkehren kann.
    Foto: Help

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