• Najla aus Somalia

    Najla wurde im Alter von drei Tagen von ihrer biologischen Mutter verlassen und am Straßenrand ausgesetzt. Sie wurde von einem Mann und seiner Familie gerettet. Vier Monate konnte der Säugling bei der Familie bleiben. Die Familie kämpfte sehr um das Wohlergehen von Baby Najla. Aber ohne festes Einkommen fiel es der Familie schwer, sie zu versorgen. Die Rettung für Najla war das SOS-Kinderdorf Mogadischu, wo sie heute lebt.


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  • Violette und Gilbert aus Burundi

    Der 27-jährige Gilbert Nizigiyimana war acht Jahre alt, als seine Familie ermordet wurde. Nur Gilbert konnte durch ein Fenster entkommen. Er und seine Frau Violette sind aus Burundi geflohen. Zusammen mit drei Cousins lebt das Ehepaar seit 2014 in einem Flüchtlingscamp in Kenia. Drei Zimmer für fünf Menschen, kein Strom, kein Wasser – so sieht es bei Violette und Gilbert aus. „Das Leben ist hart hier“, sagt Violette, „aber ich hoffe, dass es unser Baby einmal besser haben wird“.

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  • Anyer aus dem Südsudan

    Anyer Bulen Dit (46) stammt aus Bor, einem kleinen Ort rund 200 Kilometer nördlich der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Als Ende 2013 der Bürgerkrieg ausbrach, floh sie aus ihrer Heimat. „Ich flüchtete im Januar, als die Kämpfe begannen, von Bor nach Mingkaman. Ich musste unser Hab und Gut, unsere Kühe – einfach alles zurücklassen und mit meinen Kindern und meinem Mann fliehen. Viele unserer Verwandten blieben zurück und wurden wohl getötet – wir wissen es nicht genau.“

     

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  • Fatimé Malicky aus dem Tschad

    Fatimé Malicky ist eine von über 95.000 Menschen, die aus der Zentralafrikanischen Republik in den nördlich angrenzenden Tschad geflohen sind. „Es fing um 3 Uhr morgens an. Wir hörten schwere Artillerie und Schießereien. In unserer Nachbarschaft wurden 55 Menschen mit Macheten umgebracht. Um uns herum gab es nicht als den Tod. Du nimmst deine Kinder und rennst.“

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  • Viola Roba aus der DR Kongo

    „Wir mussten als Flüchtlinge nichts für die Behandlung bezahlen und ich bin so froh darüber, denn ich hätte gar nicht gewusst, was ich machen soll. Wir haben kein Geld für den Arzt“, sagt Viola Roba niedergeschlagen. In einer Kirche hat die 30-Jährige Viola Roba ein Bett gefunden. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern ist sie aus dem Südsudan in die Demokratische Republik Kongo geflohen, um sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Ihr Mann hat es nicht mehr geschafft.

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  • Mohammed Salem aus Jemen

    „Wir können den Brunnen in unserem Dorf nicht benutzen, weil er stark verschmutzt ist. Noch nicht einmal zum Waschen können wir das Wasser benutzen, wir bekommen davon Durchfall. Für sauberes Trinkwasser müssen meine Familie und ich sehr weite Strecken zurücklegen“, beschreibt Mohammed Salem aus der Provinz Abyan im Jemen seine Situation.

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  • Jestina Pellu aus Simbabwe

    „Ich bin nicht glücklich über meine Situation, aber ich habe keine andere Option“, sagt Jestina Pellu lächelnd und lässt beide Hände auf ihrem runden Bauch ruhen. „Ein paar Ochsen wären schön, damit ich mein Feld pflügen kann“, sagt sie bescheiden. Die 38-jährige Jestina ist im sechsten Monat schwanger und allein für ihre drei Kinder verantwortlich.

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  • Samjho aus Pakistan

    Für die Bewohner des Dorfes  Ahmed Ali Hingorjo in der pakistanischen Provinz Sindh ist es jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung, an sauberes Trinkwasser zu kommen. „Ich bin eine einfache Frau ohne Ausbildung“, erklärt die Mutter von sieben Kindern, „mir musste trotzdem niemand erklären, dass schmutziges, abgestandenes Wasser, das wir für alle Zwecke nutzen, uns krank macht.“

     

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  • Luis Sinistera aus Kolumbien

    Ich lebe mit meiner Familie in einer kleinen Gemeinde am Kanal. Schon zwei Mal mussten wir unser Dorf verlassen, weil sich bewaffnete Gruppen direkt vor unserer Haustür Gefechte lieferten. Der Konflikt macht die Dorfgemeinschaft kaputt. Ich hoffe, dass der Frieden irgendwann tatsächlich auch hier ankommt.

     

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  • Foto: © Verena Hölzl

    Lu Lu Awng aus Myanmar

    Alles begann damit, dass burmesische Soldaten auf Lu Lu Awng und ihre Familie schossen. Um 3 Uhr morgens war das, erinnert sich das zwölfjährige Mädchen. Sie sitzt auf ihrer rosafarbenen Bettdecke, die Hände im Schoß gefaltet. Auf der Schlafanzughose, die sie trägt, tummeln sich bunte Tiere. Vor ihrem Bett steht eine pinke Plastiktruhe, in der sie ihre Habseligkeiten verwahrt, auf einem Schemel neben dem Kopfende stapeln sich Schulhefte, die sie fein säuberlich dort platziert hat. Seit zwei Jahren lebt Lu Lu Awng nicht mehr in ihrer vom Konflikt geschüttelten Heimat Kachin.

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  • Samuel Koch, Schauspieler:

    „Menschenrechte sind universell und sollten für alle Menschen gelten, deshalb unterstütze ich die Initiative #nichtvergesser.“

  • Jasmin Tabatabai und Andreas Pietschmann, Schauspieler

    „Auch wir knüpfen den Knoten der #nichtvergesser. Es gibt viele humanitäre Krisen, die in unserer schnelllebigen Zeit allzu rasch aus den Köpfen verschwinden. Die betroffene Bevölkerung erhält keine oder nur unzureichende internationale Hilfe. Es fehlt an politischer und medialer Aufmerksamkeit.“

  • Angelika und Robert Atzorn, Schauspieler:

    „Krisen vergessen heißt Menschen vergessen – das hat uns sofort eingeleuchtet. Gern unterstützen wir die Kampagne #nichtvergesser und damit Menschen aus vergessenen humanitären Krisen mit unserem Knotenfoto.“

    Foto: Sabine Finger/humedica

  • Frank-Walter Steinmeier, Außenminister a. D.

    Millionen Menschen leben weltweit in schweren, lang anhaltenden humanitären Krisensituationen. Sie erhalten kaum ausreichende humanitäre Hilfe – oder gar keine. Solche Krisen spielen sich oft außerhalb der medialen Aufmerksamkeit ab. Und meist mangelt es in den betroffenen Regionen am politischen Willen, die Krise zu beenden. Diese Krisen zu vergessen heißt, die betroffenen Menschen zu vergessen.

  • Sarah Alles, Schauspielerin

    „Wieder einmal droht Hungersnot am Horn von Afrika. Diese Situation kam nicht plötzlich. Vielmehr hat sie sich schon lange angekündigt, wurde aber von der Öffentlichkeit bislang ignoriert. Viele humanitäre Krisen dauern bereits Jahrzehnte an und ohne Hilfe von außen werden sie schleichend aber sicher, wie jetzt am Horn von Afrika, zu Katastrophen, die Millionen von Menschen bedrohen.“

  • Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg:

    „Aktuelle Krisen oder Katastrophen finden ihren Weg in die Medien, aber das Interesse ebbt schnell wieder ab. Doch Hunger, Krankheit oder Vertreibung bleiben und belasten die Betroffenen weiter – auch wenn keiner mehr hinsieht. Das gilt auch für das kleine ostafrikanische Land Burundi, das mir als Partnerland Baden-Württembergs besonders am Herzen liegt.“

  • Max Simonischek, Schauspieler:

    „Ich bin ein #Nichtvergesser und halte es mit Aristoteles: ‚Denn die Gleichheit und Gerechtigkeit wollen, sind immer die Schwächeren, während die Stärkeren sich über diese Dinge keinen Kummer machen.‘“

  • Dr. Bärbel Kofler, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Schirmherrin der Kampagne #nichtvergesser:

    „Ich engagiere ich mich dafür, dass Menschen in humanitären Krisen in keinem Land vergessen werden. Humanitäre Hilfe darf nicht aufhören, nur weil Krisengebiete nicht mehr in der öffentlichen Wahrnehmung stehen.“